Geschichte · Kitzbüheler Alpen, Tirol

Die Kitz 3S-Bahn: Österreichs erste Dreiseilumlaufbahn

Mit der Kitz 3S-Bahn entstand im Winter 2004/05 in den Kitzbüheler Alpen eine Seilbahn, die für den österreichischen Seilbahnbau einen wichtigen Entwicklungsschritt markierte. Die Anlage verbindet den Pengelstein bei Kirchberg mit der Wurzhöhe bei Jochberg und war die erste Dreiseilumlaufbahn Österreichs. Ziel des Projekts war es vor allem, zwei große Skigebiete dauerhaft und komfortabel miteinander zu verbinden.

Eine Lösung für schwieriges Gelände

Die besondere Herausforderung lag im Saukasergraben – einem tief eingeschnittenen Tal, das mit klassischen Seilbahnsystemen nur schwer zu überwinden gewesen wäre. Genau hier spielte die sogenannte 3S-Technologie ihre Stärken aus. Sie kombiniert zwei fest verankerte Tragseile mit einem umlaufenden Zugseil. Dadurch entstehen hohe Windstabilität, große Spannweiten und ein ruhiger Fahrkomfort. 

Die Bahn überwindet auf rund 3,6 Kilometern Strecke einen vergleichsweise geringen Höhenunterschied von etwa 137 Metern. Bemerkenswert ist dabei vor allem die lange freie Spannweite über das Tal. Zwischen Station und Stütze entsteht ein Feld von mehr als 2,5 Kilometern Länge, während der maximale Bodenabstand rund 400 Meter beträgt. 


Eine Lösung für schwieriges Gelände

Die besondere Herausforderung lag im Saukasergraben – einem tief eingeschnittenen Tal, das mit klassischen Seilbahnsystemen nur schwer zu überwinden gewesen wäre. Genau hier spielte die sogenannte 3S-Technologie ihre Stärken aus. Sie kombiniert zwei fest verankerte Tragseile mit einem umlaufenden Zugseil. Dadurch entstehen hohe Windstabilität, große Spannweiten und ein ruhiger Fahrkomfort. 

Die Bahn überwindet auf rund 3,6 Kilometern Strecke einen vergleichsweise geringen Höhenunterschied von etwa 137 Metern. Bemerkenswert ist dabei vor allem die lange freie Spannweite über das Tal. Zwischen Station und Stütze entsteht ein Feld von mehr als 2,5 Kilometern Länge, während der maximale Bodenabstand rund 400 Meter beträgt. 

Verbindung statt Umweg

Vor dem Bau der Bahn waren die Teilgebiete rund um Pengelstein und Resterhöhe lediglich über Busverbindungen miteinander verbunden. Die neue Seilbahn schuf erstmals eine direkte Verbindung auf Skiern und verbesserte damit die infrastrukturelle Einheit des gesamten Skigebiets deutlich. 

Die Fahrt dauert rund neun Minuten. Die Kabinen bieten Platz für bis zu 30 Personen. Je nach Betriebsmodus können bis zu 4.200 Personen pro Stunde transportiert werden.


Technischer Meilenstein im österreichischen Seilbahnbau

Weltweit war die Kitz 3S-Bahn nicht die erste Anlage ihrer Art. Die erste moderne 3S-Bahn entstand bereits Anfang der 1990er-Jahre im schweizerischen Saas-Fee. Für Österreich bedeutete die Anlage in Kitzbühel jedoch den Einstieg in diese neue Seilbahngeneration. 

Entwickelt wurde das 3S-System ursprünglich vom Schweizer Unternehmen Von Roll, später wurde die Technologie von Doppelmayr weitergeführt und international ausgebaut. Die Kitz 3S-Bahn zeigte früh, welches Potenzial dieses System insbesondere bei schwierigen topografischen Bedingungen besitzt. Große Spannweiten, hohe Windstabilität und vergleichsweise hohe Förderleistungen eröffneten neue Möglichkeiten für den alpinen Seilbahnbau.

Mehr als reine Technik

Rückblickend steht die Bahn weniger für spektakuläre Rekorde als vielmehr für einen Wandel im Seilbahnbau. Moderne Anlagen wurden zunehmend als infrastrukturelle Mobilitätslösungen verstanden – nicht nur als reine Aufstiegshilfen. Die Kitz 3S-Bahn ist dafür ein frühes Beispiel: technisch anspruchsvoll, funktional geplant und bis heute ein prägender Bestandteil des Skigebiets KitzSki.